Bildhauer

BREKER, Hans
‚Ahrenleserin‘; ‚Sämann‘
*11.5.1906 in Elberfeld,   25.11.1993, Bruder von Arno Breker, besuchte die Kunstgewerbeschule Elberfeld, Studium an den Kunstakademien Düsseldorf und Dresden; erhielt 1936 den Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf, war Jurymitglied der Kunstausstellung auf der Reichsausstellung ‚Schaffendes Volk‘; 1942 wurde sein Düsseldorfer Atelier durch einen Luftangriff zerstört, im gleichen Jahr Preis der Villa Romana; 1945-54 Tätigkeit an der Hochschule für Baukunst und bildende Kunst in Weimar, wo er 1948 zum Professor ernannt wurde; 1954 Rückkehr nach Düsseldorf.
WERKE: Bronzerelief des Marineehrenmals in Laboe (1935/36) • Plastik für das NS-Mutterheim in Meisenheim am Glan, 1939 • Mamorbildnis seiner Schwester • Bildniskopf Reusing • .Düsseldorfer Löwe mit Anker, 1965.
LITERATUR: StAD, Akte H. Breker • Kunst für alle 1939/40:.237 • KiDR 2.1938:106 • 3.1939:113 • NRZ 26.11.1981. Q: Bushart 1984

GOEBEL, August Wilhelm
Gänsebrunnen
* 11.5.1883 in Wiesbaden/Klopenheim,   nach 11.5.1963, Sohn eines Holzbildhauers; zunächst Ausbildung in der väterlichen Werkstatt, studierte an der KAD bei Janssen und Heupl-Siegen, Meisterschüler bei Prof. Janssen; 1920/21 1. Preis für ein Ehrenmal der Stadt Düsseldorf; setzte sein Studium in Frankfurt a.M. bei Prof. Hausmann fort, Berlin und München folgten. Seit 1922 auf nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. 1928 wurde er Mitglied des Stahlhelms. Bis 1933 leitet er als Vorsitzender der Deutschen Kunstgenossenschaft die Kunstausstellungen dieser Organisation.
WERKE: 1. Preis Pionierdenkmal in Mühlheim a.d. Ruhr • Brunnennymphe • Plastik an der Dankeskirche in Düsseldorf-Benrath • Entenbrunnen für die Reichsheimstättenmustersiedlung auf der Ausstellung ‚Schaffendes Volk‘, 1927 • Gudrun, Bronze • Ehrendenkmal Düsseldorf-Hassels • überlebensgroße Holzplastiken an der Orgel der Dankeskirche, Düsseldorf-Benrath, 1938 ausgestellt auf der Großen Düsseldorfer Kunstausstellung, im Besitz der Stadt Düsseldorf, ein Exemplar wurde von Hitler für die Reichskanzlei aufgekauft • Löwe, Bronze • Tanz • Tierplastiken für das Koenigmuseum in Bonn und Wuppertal • Porträtbüsten und Reliefs (P.TH. Thyssen; W. Henkel; Graf von Schmettow, Berlin; Heinrich Hagenbeck) •.’Sinnende‘, Marmor.
LITERATUR: StAD, Akte W. Goebel • Klasings Monatshefte 2.1924/25:496, 584; KiDR 2.1938:288, 5.1941:267 • Dreßler 1930 Kunst dem Volk, 10.1939:12; Kat. GDK 1941 • Vollmer 2.1955:262 • BTt/RP/DN 10.5.1968 • MKB 5.1958, 11.1966 • Thomae 1978: 259 Q: Bushart 1984; MKB.

GOTTSCHALK, Ernst
‚Spatenmann‘
*15.10.1877 in Düsseldorf,   1942, zunächst kunstgewerblich tätig, erlangte seine Ausbildung 1905-1907 in Berlin hauptsächlich autodidaktisch. Später Schüler von Bosselt und H. Netzer an der Kunstgewerbeschule. Mg der Rheinischen Sezession und des Jungen Rheinlands.
WERKE: hauptsächlich Architektur und Kleinplastik, Plastiken am Rathaus Herne, 1911 • Grabmal für Hesemann, Düsseldorfer Südfriedhof, 1912 • Brunnen im Offiziersgenesungsheim in Baden-Baden • Schreitender Mann im Wind, 1914 •Trinker, Holz, 1919 • Mutter und Kind, 1920 • Steinvase und Bronzestatuen im Ehrenhof, 1926 • Hauptsächlich bekannt durch Architektur und Kleinplastik.
LITERATUR: StAD Akte E. Gottschalk • Standesamt Mitte Düsseldorf 2454, 1942• Thieme Becker • Vollmer. Q: Bushart 1984

HOSELMANN, Willi
‚Falkner‘
* 27.1.1890 in Duisburg,   ca.5.1978, seit 1933 Mg im KVM.
WERKE: 4. Preis für einen gemeinsamen Entwurf des 39er-Denkmals (‚Morgen marschieren wir‘) zus. mit P. Dierichsweiler in Düsseldorf, 1926 • Putten und Steinvasen auf den Rheinterrassen für die Gesolei; 1932 • Gießerjunge für die Düsseldorfer Jonges Hansaplatz/Rathausplatz • Ehrenmal für Graf Spree für die Düsseldorfer Jonges, 1936 • Adlerrelief mit Hakenkreuzfahne, sich über die andere Fahnen erhebend, 1926 • 8,2 m hohe Kalksteingruppe ‚Mutter, die ihre Kinder ins Leben leitet‘, 1936 • 1938 Fischerbrunnen, Stiftsplatz 2 in Düsseldorf • zahlreiche Brunnen • Gedenktafeln und Reliefs in Düsseldorf • Heinrich-Heine-Gedenktafel, 1947f • Cantator-Plakette, Düsseldorfer Rathaus 1948, Mg KVM.
LITERATUR: StAD xxiv 2144, Akte W. Hoselmann • Delvos 1938:201 • ZdB 1937:755 • Malkastenblätter 5.1978:13. Q: Bushart 1984; MKB 3.1970

ITTERMANN, Robert
‚Viehzucht‘; ‚Stehende‘
* 1.4.1886 (1885?) in Iserlohn,   15.7.1970; 1900-1904 Königl. Fachschule für Metallindustrie Iserlohn, 1904-1905 Lehr- und Versuchsatelier für freie und angewandte Kunst in München (Herm. Obrist), 1906-1908 Kunstgewerbeschule Düsseldorf bei Behrens und Bosselt, 1908-1914 Kunstakademie Karlsruhe bei Trübner, Thoma, Volz, Gerstel), 1914-1918 Kriegsdienst; 1921-1928 Tätigkeit in Karlsruhe, 1928-43 in Düsseldorf, 1943-1950 Wahmel-Möhnsee, 1949 Karl-Ernst-Osthaus-Preis, ab 1950 in Völlinghaus/Möhne.
WERKE: erhielt 1937 zusammen mit Zimmermann den Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf für ‚Sitzendes Mädchen‘, ‚Stehendes Mädchen‘, ‚Sitzendes Mädchen in Gips‘ und den Ersten Preis im Wettbewerb Rheinnischer Bildhauer • Bildnis Dehl auf der Düsseldorfer Kunstausstellung • 1942 bei der Ausstellung ‚Beseelte Plastik‘ vertreten.
LITERATUR: StAD xxiv 392 Akte R. Ittermann • Kat. Kunstausstellung StAD P 119 • DN 7.3.1942 • Mittag 31.3.1956 • DN 28.3.1956 • Maes/Houben 1976 • MKB 1.1968. Q: Bushart 1984; MKB 1.1960

KNUBEL, Johannes
‚Sitzende‘ im Rosengarten
* 6.3.1877 in Münster,   3.7.1949, bekannt vor allem durch die ‚Tietzehäuser‘ in Darmstadt, Köln und Elberfeld, Vorsitzender Werkbund-Arbeitsgemeinschaft Niederrhein 1933.
WERKE: 1905 Ausgestaltung des Tietzhauses (heute Kaufhof) Architekt J.M. Olbrich, Darmstadt • Ausgestaltung weiterer Tietzhäuser in Elberfeld, Köln, sowie am Shell-Haus in Hamburg • 1916 Bergischer Löwe • Pallas Athene am Planetarium (Rheinhalle), 1926 • im Verwaltungsrat der Großen Deutschen Kunstausstellung Düsseldorf, 1926f • 1928 im geschäftsführenden Ausschuss der Ausstellung Deutsche Kunst • 1931 3. Preis beim Wettbewerb für das Heinrich-Heine-Denkmal Düsseldorf• 1933 Schlageter-Büste für die Schlageter-Gedächtnisstätte Düsseldorf, ehem. Justizgebäude • 1934 Bergischer Löwe; 1937 Sitzende für den Rosengarten auf der Ausstellung ‚Schaffendes Volk‘; ‚Sitzendes Mädchen‘ auf der Kunstausstellung Düsseldorf.
LITERATUR: Thieme-Becker 21 • Die Kunst 1931/32:17-21 • KfA 1931/32:17f • DT 27.5.1933 • Kat. Düsseldorfer Kunstausstellung , StA P 119a • RP 6.7.1949 • Vollmer • NRZ 28.12.197?. Q: Bushart 1984

KUHN, Erich
‚Hirte‘
* 31.7.1890 in Berlin,   1967, Malerei-Studium an der staatl. Hochschhule für Bildende Künste, der Akademie sowie an der Staatlichen Kunstschule, wo er 1911 sein Zeichenlehrerexamen absolvierte. 1913 Meisterschüler Koeppenings, kurze Lehrzeit bei Corinth. 1914-18 Soldat im 1. Weltkreig, 1919-26 lebt er auf dem Feldberg/Schwarzwald, wo er sich mit Holzschnitten beschäftigte; erlernte die Bildhauerei zunächst autodidaktisch, dann Studienaufenthalte für Steinbildhauerei in Rom (2 Monate) und Florenz (5 Monate). 1926 ging er nach Düsseldorf, wo er bis 1935 als Zeichlehrer tätig war. 1932 Reise nach Indien, Aufstellung des 1. Denkmals für Dr. Mommensen in Taroetoeng/Tobasee; vertrat die KAD bei der Kunstausstellung auf den Olympischen Spielen 1936; 1939 für kurze Zeit zum Kriegsdienst eingezogen.
WERKE: 1935 Wandrelief aus Kruppstahl für das Eisenforschungsinstitut Düsseldorf • 1936 Langemarckhalle, Berlin • 1937 Große Tür für Kruppgebäude Berlin, für welche er auf der Pariser Weltausstellung den Grand Prix und das Diplom d´honneur erhielt • 1939 Ehrentisch für Hitler • Tür für Ostpreußenturm im Tannenberg-Denkmal • 1941 Schatulle für Göring • 1949 Übersiedllung nach Wiesbaden, wo er bis 1955 an der Werkschule lehrt.
LITERATUR: StAD Akte K 25 • KfA 1935:48-51 • WM 1937:225-228; DN 20.4.1968. Q: Bushart 1984

PERETTI, Fritz
‚Flötenspieler‘ (nicht aufgestellt)
* 7.2.1895 in Mülheim/Ruhr,   12.12.1978 in Düsseldorf, studiert an einer privaten Münchener Kunstschule, 1914-18 Kunstakademie Weimar, 1919 Aufenthalt in Berlin, abstrakte Figuren, Teilnahme an einer Ausstellung der Novembergruppe, 1920 Reise nach Italien; 1920-23 auf Anregung Gropius‘ am Bauhaus in Weimar tätig; 1923 Übersiedlung nach Mülheim; 1926 als freier Bildhauer in Frankfurt a.M. tätig; 1930 Übersiedllung nach Düsseldorf, zahlreiche Gruppenausstellungen; 1933 Einzelausstellung im Museumsverein Duisburg; 1934 Ausstellung mit seinem langjährigen Freund Walter Gilles im Städt. Museum Mülheim, 1940 Einzelausstellung in der Kunstwarte Düsseldorf; 1949 Einzelausstellung im städt. Museum Mülheim, 1952 Preis für die ‚Drei Jünglinge im Feuerofen‘ in der Ausstellung ‚Stahl und Eisen, Düsseldorf; 1953 Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf; 1958 Ausstellung im Städtischen Kunstmuseum, Duisburg; 1959.
WERKE: meist sakrale Arbeiten • 1938/39 ‚Jüngling‘ • 1946 Madonna • Auftrag für einen Wandbrunnen für die neue Realschule, Düsseldorf • 1957 Relief für Sonderschule Düsseldorf • 1960 Stehender Engel.
LITERATUR: RP 10.2.1975, 13.12.1978 • Fritz Peretti, 29. Mai bis 16. Juli im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1961, Ausstellungskatalog. Q: RP 10.2.1975, 13.12.78; Ausstellungskatalog

SCHARFF, Edwin
‚Rossehalter‘
* 21.3.1887 in Neu-Ulm,   1955 in Hamburg; 1902 Abschluss der Realschule in Neu-Ulm, studierte 1902-1903 an der Kunstgewerbeschule in München mit Unterricht in Naturzeichnen, Gebrauchsgrafik und Architektur; 1903 Wechsel an die Bayerischen Akademie der Künste in die Klasse Ludwig Herterichs, stark beeinflusst durch Hans von Marées; 1907 Abschluss des Malereistudiums, Rompreis und Reisestipendium der Akademie der bildenden Künste, München; Reisen nach Paris, Madrid, Toledo und Granada; 1908 erste Einzelausstellung im Münchener Kunstverein mit Bildern aus Spanien; 1910 Mitglied der neuen Künstlervereinigung München; 1911-13Aufenthalt in Paris, beeinflusst durch Rodin erste Bildhauerarbeiten als Autodidakt, es ensteht die erste große Plastik der ‚Junge Athlet‘; Herbst 1913 Rückkehr nach München, Ausstellung der Pariser Arbeiten in der Galerie Caspari, Gründungsmitglied der Münchener Neuen Secession; 1915-18 Kriegsdienst, 1919 Einzelausstellung bei Caspari in München; 1923 Lehrer für allgemeine dekorative Plastik an der Hochschule für bildende Künste, Berlin; 1930 Ernennung zum Professor an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Künste in Berlin, seit 1931 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste; am 21.4.1933 Beurlaubung vom Lehramt in Berlin. Der Direktor der Anstalt teilte Prof. Scharff die Beurlaubung unter Vorbehalt weiterer Maßnahmen mit. In seiner Stellungnahme an das Kultusministerium sprach sich der kommissarische Direktor gegen eine Weiterverwendung Scharffs aus, mit der Begründung, dass Prof. Scharff sich nicht genügend dem Unterricht gewidmet und ein unkolligiales Benehmen gezeigt hätte und er durch seine angebliche Teilnahme an der Räteregierung in München im Jahre 1918 politisch belastet sei. Der Preuß. Kultusminister versetzte Prof. Scharff mit Wirkung vom 1.11.1933 in ein gleichwertiges Amt an der Kunstakademie in Düsseldorf; am 1.11.1933 als ordentlicher, vollbeschäftigter Lehrer für das Gebiet der Bildhauerei an der KAD als Nachfolger Ewald Matarés; Beschäftigung mit religiösen Themen; 1937 Entlassung aus dem Lehramt und überwachtes Arbeitsverbot; in der Aktion ‚Entartete Kunst‘ wurden 48 seiner Werke vernichtet, 10 weiter durch Kriegszerstörung; trotz Arbeitsverbot arbeitete er im Verborgenen weiter (Düsseldorf und Kampen/Sylt), am 31.1.1939 stimmte er – unter Druck – seiner Versetzung in den Ruhestand zu; 1946 Lehrer an der Landeskunstschule in Hamburg, 1947 Gesamtausstellung im Hamburger Kunstverein; 1955 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.
WERKE: 1919 Bildnisbüste Helene Ritscher; 1923 • Büste Hindenburg‘ • ‚Ruhrmedaille‘ i.A. der Reichsregierung, 1928 • Beginn mit der Arbeit am Ehrenmal auf dem Schwal in Neu-Ulm • 1930 Büste ‚Bürgeremiester Carl Petersen‘ • ‚Badende‘ (Marmorrelief) • 1931 ‚Sitzende‘, Bronze • 1932 Bildnis ‚Dr. Emil Schwamberger‘, Bronze • 1935 ‚Mutter mit Kindern‘ • 1940 ‚Schreitender Jüngling‘ • 1945 Büste ‚Emil Nolde‘ • 1945-49 ‚Credo‘, Marienthaler Kirchentür • 1950 Bildnisbüste ‚Kardinal von Galen‘ • 1952/53 ‚Rudererdenkmal: Männer im Boot‘, Bronze, Hamburg.
LITERATUR: Gottfried Sello: Edwin Scharff, Hamburg 1956 • Grzimek 1969 • Alberg 1987 • HsTAD. Q: Bushart 1984

SCHWIPPERT, Kurt Ferdinand
‚Winzerin‘ im Innenhof der Kunstausstellung
* 18.7.1903 in Solingen,   7.5.1983 in Mayen, besuchte das Realgymnasium Essen-Altenessen, 1921-23 Lehrzeit als Holz- und Steinbildhauer in Essen und Schwäbisch Gmünd, 1924-27 KAD, Meisterschüler von R. Langer, seit 1927 eigenes Atelier in Düsseldorf-Stockum; 1930 Bau seines Atelierhauses in Hünerbach bei Kelberg/Eifel; Arch. war sein Bruder, Prof. Hans Schwippert; 1933 Entfernung seiner Arbeiten aus den Museen Duisburg und Düsseldorf, Abbruch seiner Großplastiken in Brüggen, Duisburg und Düsseldorf, Beschädigung seines Ehrenmales in Straelen/Niederhein, 1944 zerstört; 1936 Romaufenthalt durch einen Auftrag für die Weltpresse; 1938 Stipendium der Kunstakademie Kassel für Italien; 1939 eigenes Atelier in Külm-Lindenthal, 1942 zerstört; 1949 Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen; Ruf an dei Werkkunstschule Münster; 1952 Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf; 1953 Mitglied des Deutschen Werkbundes; 1957 Ruf an die Werkkunstschule in Wuppertal als Leiter der Bildhauerklasse; 1961 Ernennung zum Professor; 1963 Ruf an die Kölner Werkschulen, 1978 Max-Slevogt-Medaille, Rheinland-Pfalz.
WERKE: Auferstandener, 1955/56
LITERATUR: Die christl. Kunst 1928:9, 58ff; 1935/36:84; 1936/37:11, 116, 119 • Nemitz 1939:60f • Werner 1940 • Gertz 1953 • Vollmer • Süddeutsche Ztg. ; Solinger Tageblatt, 18.7.1973. Q: Bushart 1984; NL Schwippert, Germ. Nationalmuseum Nürnberg, Akte Kurt Schwippert

SOMMER, Joseph Daniel
‚Musikanten
* 14.8.1886 in Steinheim/Kreis Höxter (Westf.),   ?, Studium an der Kunstgewerbeschule und Kunstakademie in Düsseldorf bei Langer, ab 1924 freischaffend; seit dem 1.5.1934 nicht vollbeschäftigter Lehrer für das Fach Holzschnitzerei an der KAD, schied am 30.9.1938 aus dem Lehrkörper aus; 1937 Jurymitglied bei der Großen Deutschen Kunstausstellung.
WERKE: Kreuztragender Christus • Kriegerehrung in der Pfarrkirche Ganglet • Schreitender Arbeiter, 1938 • ‚Ecce Homo“ • Kriegerehrung in Bochum • Steinrelief in der Heideschule in Düsseldorf • Holzrelief in der Gauverwaltung der DAF, Düsseldorf • BDM-Gruppe.
LITERATUR: Die christl. Kunst 1922/23:Beiblatt:323 • Dreßler 1930 • Vollmer. Q: Bushart 1984

SZEKESSY, Zoltan
‚Sitzender Knabe‘
* 7.3.1899 in Dombirato/Ungarn,   19.12.1968 in Düsseldorf, 1921-22 Studium an der Freien Kunstschule in Budapest, 1922-24 Studium an der KAD, 1924-26 Lehre in einer Budapester Holzschnitzerei, die er mit einem Gesellenschein abschloss, 1926 Rückkehr an die KAD zu Richard Langer, 1927 Studien an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein/Halle bei Gerhard Marcks, sowie an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Bernhard Bleeker; 1928/29 freier Bildhauer in Budapest, Ende 1929 endgültige Übersiedlung nach Düsseldorf; 1938 Corneliuspreis der Stadt Düseldorf; 1952 Professor an der KAD; 1956 Großer Kunstpreis des Landes NRW; 1964 Großes Bundesverdienstkreuz und Pensionierung.
WERKE: 1936/37 ‚Hirte‘ für die Ausstellung ‚Schaffendes Volk‘ • ‚Kinderporträt‘ • ‚Junge Französin‘ • Porträtstudie ‚Max Pieper‘ auf der Düsseldorfer Kunstausstellung • 1942 mit dem Bildniskopf ‚Frau K.‘ auf der Düsseldorfer Frühjahrsausstellung vertreten • 1955 Kunstpreis der Stadt Kiel • 1964 Bundesverdienstkreuz; Mg DWB bis 31.12.1965.
LITERATUR: Völkische Kunst Juli 1935:156 • Kat. Düsseldorfer Ausstellung StA P 119a • Die Deutschen im Osten 1941/42: 217 • Vollmer • RP 7.3.1959, 13.12.1963 • DN 24.7.1963 • MKB 7.1956. Q: KAD; Bushart 1984

WECUS, Werner von,
Wasserspiele, Leuchtfontäne, Lichtorgel und Gesamtbeleuchtung; Hauptfeststraße
* 8.7.1893 in Düsseldorf,   15.12.1977 ebda.; besuchte das Hohenzollern-Gymnasium in Düsseldorf, 1908-1910 die dortige Kunstgewerbeschule, u.a. bei Kreis; 1910 begann er eine Maler- und Anstreicherlehre, um 1912 an die Kunstgewerbeschule zurückzukehren; 1914-1918 Kriegsdienst und Auftrag zur künstlerischen Niederschrift der Geschichte des 261. Reserve-Infanterie-Regiments; 1919 gründete er die expressionistische Künstlervereinigung ‚Die Form‘; im gleichen Jahr zum Bühnenbildner am Düsseldorfer Schauspielhaus berufen; Mg des ‚Jungen Rheinland‘; Wecus verlässt 1922 aus „künstlerischen Gründen“ das Schauspielhaus und wechselt als Bühnenbildgestalter an das Stadttheater Bonn; 1924/25 Staatstheater München, das er nach einem Skandal vorzeitig verlässt; Rückkehr an das Bonner Stadttheater; 1925 beauftragt Prof. Kaesbach, Direktor der KAD, Wecus mit der Gründung und Leitung der Klasse für ‚Bühnenkunst‘; vom 1.5.1925-30.9.1958 Mitglied der KAD, seit 1941 als ordentlicher Professor; 1928 Ehrenmedaille des Mozarteums.
WERKE: Gestaltung des Saals zur Geschichte der Medizin auf der Gesolei 1926 • Innenraum der Volksgartenhalle in Mönchengladbach • künstlerische Ausgestaltung der Ausstellung ‚Werbung und Wirtschaft‘ in Wuppertal-Elberfeld 1933.
LITERATUR: Ausstellungskatalog ‚Walter von Wecus 1941, Landschaftsmalerei‘, Leopold-Von-Hoesch-Museum • Walter von Wecus. ‚Form im Raum‘ (Ausstellungskatalog), Düsseldorf 1977 • Dokument Deutscher Kunst 1926, Düsseldorf 1927 • RP 7.7.1953 • DN 8.7.1953 • StAD Bibl F 739:137 • Rh. Tagesztg. 15.2.1927 • DN 5.7.1958. Q: Form im Raum 1977; H.G. Pfeifer 1990

ZIMMERMANN, Kurt
‚Bauer‘, ‚Bäuerin‘
* 24.5.1910 in Düsseldorf,   1961; zunächst Zeichner in einem techn. Büro; studierte zunächst an der Maschinenbauschule, 1919-1932 Studium an der KAD bei Netzer, zuletzt Meisterschüler bei A. Zschokke; 1932-1933 in Berlin; 1936 Staatsstipendium für ein Meisterateleir der Akademie Kassel; Mg der Rheinischen Sezession; 1937 Cornelius-Preisträger der Stadt Düsseldorf für die Bronzeplastik ‚Eva‘, geteilt mit Ittermann, 1936-38 Studienreise nach Paris, 1940-43 Kriegsdienst in Frankreich und Russland.
WERKE: Trauernde Venus • Mädchen aus Xanten • Mädchen vom Niederrhein • Kirchenausstellung für St. Josef in Köln-Braunsfeld • Kirche für die Brüsseler Weltausstellung • Sedes Sapientiae für Priesterseminar der Kölner Diozese • Kleiner Nepomuk, Düren • Heiliger Albertus Magnus, Köln • Haus der DRK Barmherziger Samariter, Bonn • Erztür mit Abendmahlszenen, ev. Kirche Essen • Tabernakel Suitbertus Kirche, D-Kaiserswerth • Kaiserswerther Ehrenhain Kaspar Uhlenberg • Bauplastiken an zahlreichen Bauten Düsseldorfs • Bildnisse: Robert Ittermann (sein Freund), Niels von Bülow, Ob. Dr. Karl Jarres, Dr. Joseph Wilden • Raffael-Kopf im Waisenhaus D-Oberbilk • Heinrich-Heine-Büste (Auftrag der Düsseldorfer Jonges) • Antlitz eines gefallenen Kriegers.
LITERATUR: A. Hentzen 1934 • KfA 1939/40:236 • DN 7.3.1942 • RP 7.9.1961 • DN 8.9.1961 • Das Tor Nov. 1961, Das Tor 1970:218ff. Q: A. Hentzen 1934; Bushart 1984

ZSCHOKKE, Alexander
‚Fischer‘, ‚Matrose‘
* 25.11.1894 in Basel,   ?; zunächst Malerschüler an der Akademie und TH München1914-18 in Basel, Zürich, Genf, Ascona; ab 1919 als Bildhauer in Berlin tätig; Reisen nach Italien (1920, 1926), Paris, London (1921), Griechenland (1930) 1931-37 Professur für Bildhauerei an der KAD, am 31.3.1937 schied er aus eigenem Willen aus dem Dienst aus um nach Basel zu wechseln; am 12.7.1937 wurde er zum Ehrenmitglied der KAD ernannt.
WERKE: Mausoleum Klöckner Duisburg Friedhof • nach dem Krieg zahlreiche Aufträge in der Schweiz • Nietzsche-Büste, Kunstsammling Basel • Adenauer-Büste, Wallraff-Richards Museum Köln.
LITERATUR: A. Hentzen 1934 • Vollmer • DN 14.10.1931 • RP 2.6.1960 • Christoffel 0.7. Q: A. Hentzen 1934; Bushart 1984

ZSCHORSCH, Alfred
‚Winzerin‘
* 24.9.1887 in Erfurt,   26.7.1956; 1904-1910 Studium der Bildhauerei an der Akademie Leipzig, ab 1922 in Düsseldorf, Mg in der NSDAP, erhielt 1938 den Düsseldorfer Gaukulturpreis für Plastik.
WERKE: 1954 Radschlägerbrunnen, Düsseldorf
LITERATUR: DKfA 55/1939; KiDR 5/1941:272; Kunstrundschau 48/1940:110; Vollmer; Alberg 1987

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